Einstimmung Fastenzeit

Von | 2. März 2014

Stacheldraht

Die neue Freiheit entdecken

In einer Zeit zum ‚Fasten‘ erinnert zu werden, die wie keine zuvor von größtem Verzicht auf allen Ebenen gekennzeichnet ist, mutet das schon fast zynisch an: Ich verzichte jetzt schon so lange auf Besuche, auf Kontakte; bin durch Home-Schooling und virtuelle Verabredungen überlastet. Ich brauche endlich ‚Normalität‘! Ich sehne mich ….

Ja, so ist es!  Das ist allerdings schon immer die Ausgangs-Situation‘, die das ‚Fasten‘ braucht. ‚Fasten‘ ist eigentlich ein Weg in die Freiheit. Es ist der Weg, ‚verstopfte Wahrnehmungskanäle‘ frei zu pusten und aus ‚Sackgassen‘ herauszufinden,  die der Umkehr bedürfen.  Es ist der Weg, sich von ‚einengenden Denkmustern‘ zu befreien …



Diese Befreiung könnte zum Beispiel bedeuten, sich nicht an die Wiederherstellung einer ‚alten Normalität‘ zu klammern. Sie könnte auch helfen, sich mit der gegenwärtigen Hilflosigkeit zu solidarisieren und sich nicht in Fehler, in gegensätzliche und unterschiedliche Maßnahmen und Verlautbarungen zu ‚verbeißen‘; einzusehen, ich bin auch hilflos, wie manche Politiker und neige dazu, mir Situationen als gegeben vorzustellen,  die zur Zeit einfach nicht der Realität entsprechen. Also, eigenen Anteil an dem entdecken, das nicht gelingt.

Solche Einsichten, können allerdings nur dann freigesetzt werden, wenn sich die ‚innere Bedingungslage‘ verändert. Unterschiedliche Sehnsucht soll auf einen entsprechend geöffneten, vielleicht ‚entrümpelten‘ Raum treffen, der sie aufnimmt, weil sich der innere Radius vergrößert  hat. Der Appell ‚Lass mal los!‚ darf nicht auf eine generelle Resignation treffen, sondern der braucht diese Weite. Das ist Ziel der Fasten-Zeit.

Dieser ‚geweitete Raum‘ ist spiritueller Raum. Hier ‚weht‘ ein Geist der Ermutigung, der Hoffnung und der Kreativität. Es ist der Raum ‚inneren Dialogs‘, der in der Stille Sprache findet.  Es der Raum, in dem die Sehnsucht nach Freiheit und Handlungsfähigkeit – vielleicht auch sehr laut – formuliert werden kann. In der spirituellen Sprache ist es das ‚Gebet‘, das mindestens in die eigene Tiefe führt. Nenne sie ‚Gott‘ oder lasse dich Hier anders anregen.

(1) Meine geliebte, innere Stimme!
(2) Nimm alles von mir, das mich hindert,
mit dir in den Dialog zu kommen.

(3) Gib mir, was mich fördert, den Weg zu dir zu finden.
(4) Nimm mich in meiner Enge und
vereine mich mich mit deiner Weite.
*

Diesen ‚inneren Dialog‘
kannst du mit der hier vorgestellten Gestik unterstützen.

(1) Lege deine Handflächen gekreuzt auf deinen Brustraum.

(2) Strecke deine geöffneten Hände von dir weg, als wolltest du etwas weggeben.

(3) Strecke deine Arme über dich so weit du kannst und öffne sie wie einen ‚Kelch‘.

(4) Lege deine Hände wieder gekreuzt auf deinen Brustraum.

Lasse dir zwischen den einzelnen Haltungen Zeit und wiederhole sie gern, besonders in Momenten der Belastung.

* Einem alten Gebet von ‚Bruder Klaus‘ (1417-1487) nachempfunden.


Mit dem ‚Ascher-Mittwoch‘ ist nicht ‚alles vorbei‘,

sondern es beginnt die Zeit,
die in besonderer Weise zur ‚Einkehr‘ führen möchte.
Diese Einkehr schaut hinter das Leiden
und kann sogar im Leiden für sich einen Sinn entdecken!


Die Fastenzeit
schließt sich nicht nur an an den ‚Valentinstag‚ an.

Sie weitet den Raum für die Liebe!
Fasten und Verzicht haben zum Ziel, den Raum der Liebe in mir
von manchen ‚Verstopfungen‘ zu befreien:
Der Liebe der befreienden ‚Geistes-Kraft‘ Einlass geben,
 um die entstehenden ‚Liebes-Impulse‘ zu sich selbst
und anderen gegenüber fließen lassen zu können.


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‚Gott‘

Aus  ‚Wandeln‘, Mein Fasten-Wegweiser 2018
www.anderezeiten.de


Dazu gibt es in den folgenden Beiträgen Impulse

Ascher-Mittwoch
Das Kreuz auf der Stirn

Impulse zur Fastenzeit 
LEBENSverSICHERUNG und ein ‚Gedanken-Spiel‘
Die Impulse konzentrieren sich auf die ‚Kar-Woche‘,
sind aber für jeden Tag bis Ostern gemeint.

Zum Empfang bereit
 Zum ‚Palm‘-Sonntag

Kampf um die innere Freiheit
Betrachtung zur Passion Jesu

Betrachtung zum Umgang mit der Schuld
Ein Blick, der trifft

Das Leben kauen
Ein Brief an Amelie und Zacharias

Jesus, der ‚Adapter‘
Heilende Bindung

‚Zehn große Freiheiten‘
Maßstäbe für Lebensgestaltung in Zeiten der „Einkehr“ …

Meditativer Weg
Sechs Kreuze