Dialog Trump

November 2016

EINSEITIGER DIALOG MIT
MR. DONALD TRUMP

AUCH NACH IHRER VEREIDIGUNG:
SO NICHT, MR. TRUMP!

 Sehr geehrter Herr Trump,
Viele weisen Ihre Angstmacherei,
Ihre Hetztiraden und Ihre Scheinheiligkeit zurück.

Wir lehnen Ihre Unterstützung von Gewalt ab,
Wir lehnen es ab, dass Sie Frauen, Muslime, Mexikaner und Millionen andere Menschen diskriminieren,
die nicht so aussehen und reden wie Sie oder nicht zum selben Gott beten.
Wo Sie Ängste schüren, entscheiden wir uns für Mitgefühl.
Wo Sie Verzweiflung verbreiten, entscheiden wir uns für Hoffnung.
Wo Sie Ignoranz propagieren, entscheiden wir uns für Verständnis.
Wo Sie Egoismus propagieren, treten wir für Solidarität ein.

Als Bürger und Bürgerinnen dieser Welt
stehen wir geschlossen gegen Ihre Politik der Spaltung.
 

Ich füge hinzu: Sie sind über das demokratische System der USA gewählt. Mit Blick auf Ihre Äußerungen ist diese Wahl nicht nachzuvollziehen.

Ich setze meine Hoffnung darauf, dass der weltweite Widerstand sie so berührt, dass Sie ‚in sich gehen‘ und dort die Kräfte entdecken, die auch Sie wirklich tragen: Liebe und Freiheit.

Unter Liebe und Freiheit im Herzen atmen Menschen durch. Dieses ‚Durchatmen‘ wünsche ich Ihnen, damit Sie das anvertraute Amt in Vertrauen und ohne Angst gestalten und Widerstand sich in Hoffnung verwandeln kann.

17. Februar 2017
Heute wird berichtet, dass Sie bei einer Pressekonferenz geäußert haben, sie würden die Proteste überhaupt nicht verstehen und dann fügten Sie hinzu: ‚Ich bin doch kein schlechter Mensch!‘

Ich gehe davon aus, dass das eine Sicht ist, die Sie sehr beschäftigt. Vielleicht ist das ja  die ‚Triebkraft‘ Ihrer Sprache und Ihres Handelns. Sie sehnen sich danach, ein ‚guter Mensch‘ zu sein, geraten in Abhängigkeiten und machen Menschen von ihrer ‚Gut-Sein-Strategie‘ abhängig.

Wären sie  im Tiefsten davon überzeugt, dass Sie gut (gemeint) sind und sich nicht gut machen müssen …. Sie würden sich nicht von Bedingungen, Menschen und Verhältnissen abhängig machen müssen. Sie würden ihren eigenen und den Wert eines jeden Menschen erkennen und so Begegnung in ‚Augenhöhe‘ ermöglichen. Ein Aufatmen ginge durch die Welt und sie würden auch von diesem Atem leben.

November 2020

Das wünsche ich Ihnen auch und besonders nach Ihrer Abwahl!

6. Januar 2021

Sie zeigen gern die Bibel und missbrauchen auch sie.
Nach Ihrer Abwahl, haben sich viele gefragt, wie Sie diesen Schritt vollziehen werden, einem gewählten Nachfolger in Respekt ‚das Feld‘ zu überlassen. Was sich am ‚Capitol‘ durch Ihre unverantwortliche Demagogie ereignet hat, entlarvt Sie und bestätigt die frühe Sorge, dass Sie nur ihre eigene Macht im Blick haben und das Große und Ganze schlicht ignorieren.

Nun nehmen Sie in einer stillen Stunde die Bibel in die Hand und lesen sie die Erzählung von der Versuchung Jesu.

Jesus widersteht der Verführung zur Omnipotenz – ich kann alles, ich darf alles, ich tue alles!  Dazu nutzt er die Bibel, die überlieferte Strategie, zunächst der Kraft Gottes den Raum zu geben, die bewahrt und begleitet und sich dann ‚zu verhalten‘.

Die Versuchung wich, das Bewusstsein wurde nicht vernebelt und blieb klar. Und dann heißt es: ‚Da kamen Engel und dienten ihm‚. Diese Erfahrung haben Sie nun auch nicht machen können.

Wir aber haben ‚Engel‘ zupacken sehen, wie sich mehr und mehr Menschen von Ihnen abwenden, sogar noch in den letzten Tagen Ihrer Amtszeit ein ‚Amtsenthebungsverfahren‘ anstrengen, um uns alle vor  weiterem Unheil zu bewahren. Dafür habe ich mehr als Verständnis, wenn auch ein solcher Schritt keine wirkliche Lösung ist. Sie  sollten sich auf weitere derartige  eingreifende ‚Engel‘-Aktionen einstellen und vielleicht wachen sie irgendwann ‚befreit‘ auf.

Die Befreiung könnte so aussehen:

Der helfend-heilende Gott,
Fülle allen Lebens,
umwärme dich
in deiner Verlorenheit,
trage dich
in deiner Unsicherheit,
stärke dich
in deiner Orientierungslosigkeit,
belebe dich
in deiner Starrheit,
ermutige dich
in deiner Verzagtheit
und richte dich auf
aus deiner Verkrümmtheit.
So sollst du befreit,
aufrecht und aufrichtig leben.
So sollst du gesegnet sein
Tag für Tag.
Christa Spilling-Nöker

Wenn dieser Wunsch sie wirklich erreicht und in der Tiefe Ihrer Seele Raum gewinnt, werden Sie vielleicht authentisch vor das Volk treten und sagen können, dass Ihr Weg ein Irrweg war und sie um Vergebung bitten, wo Sie Menschen und Lebensräume mit Verdächtigung und Lüge geschädigt haben.

Warum ich das alles schreibe? Es dient meiner ‚Psycho-Hygiene‘ und unterstützt mein kritisches Bewusstsein, denn es gibt viele Menschen, die Ihnen in der Art Ihrer Haltung ähneln und ‚umkehren‘ sollten. Die dürfen das auch gern lesen!

Kontakt