Mein Achtzigster

80 Jahre alt geworden …

Danke! Danke! Danke!
für die Berührung von ‚Himmel und Erde’ …

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GEBET – DANK – BEGEGNUNG,

so hatte ich meine Feier zum 80. Geburtstag überschrieben. Immer wieder stellte ich mir vor Augen, wie das wohl sein würde, wenn ich – in ‚DANK-MERKMALEN’ ein wenig verortet – Menschen aus (fast) allen Phasen meines Lebens informieren und einladen würde. Ganz häufig fielen mir Menschen ein, die ich gleichzeitig darum bat, diese Einladung weiterzugeben. Es gab keine Bitte, zu- oder abzusagen. Ich wollte mich überraschen lassen. Die Realität hat mich überwältigt und überbot meine Vorstellungen.

Am folgenden Tag lese ich im ‚Fasten-Begleiter’ die Botschaft ‚Du hast in dir den Himmel und die Erde’ und dazu 28 Fragen, die Erich Fried zum Anlass eines Geburtstages geschrieben hatte.
Die letzte Frage lautet: Ich habe eine Frage: Wie ich dich glücklich seh’.

Jetzt siehst du mich richtig glücklich und das hängt mit dem gespürten Himmel und der gespürten Erde in mir zusammen. Die Leiterin unserer Brüder- und Schwesternschaft hat es mir noch einmal ins Herz gesagt, was wir als Leitwort einmal für unsere Gemeinschaft formulierten: ‚Wir wollen Himmel und Erde, Glaube und Liebe, Wort und Tat verbinden’. Diese Verbindung habe ich bei dieser Feier mit Körper, Seele, Geist selbst beglückend erlebt. Diese universale Bindung macht tief glücklich! Das ist das größte Geschenk, das ich nach Vollendung meines 80. Lebensjahres bekommen konnte. Danke für das Dabei-Sein, für das Miteinander-Teilen, für die Gesten, Worte,  Grüße und Briefe!

Da stand ich Menschen gegenüber, die ich vor 50 Jahren zuletzt sah. Es flossen Tränen der Freude und immer wieder so feste und herzliche Umarmungen, wie nur Dankbarkeit sie formt.

Als Diakon und Sozialpädagoge war es klares Mandat, Menschen zu begegnen und ihnen in Wort und Tat zur Seite zu stehen und mit ihnen gemeinsam ‚Himmel und Erde in uns‘ zu erleben. Das kann ich heute nach langer Reifung so bekennen und so sagen.

Das habe ich nie so ausgesprochen und dennoch war das wohl die Tragfähigkeit in vielen Begegnungen und bestimmte jetzt die Feier-Freude. So sehe ich heute die Begegnungen in all den Jahren als die von ‚Weg-Gefährt*innen’. Es ist das Geschenk beim Erinnern, Begegnungen so deuten zu können. Und da sind auch die eingeschlossen, die nicht so einfach, auch kontrovers verliefen. Letztlich gemeinsam auf dem Weg sein mit Bedürftigkeit nach ‚Himmel und Erde’ – das war die tiefe Begründung erlebten Dankes!

Ich habe in den letzten Wochen einmal mehr das Symbol des Kreuzes meditiert. Für mich ist es in seiner Struktur Symbol für diese Begegnungs-Realität: Gehalten zwischen Himmel und Erde sind unsere Hände zu den Weg-Gefährt*innen nach links und rechts ausgestreckt.

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Das habe ich bei dieser Feier konkret erlebt und viele sind eingebunden, die nicht kommen konnten, ihre Nähe aber in bewegenden Grüßen und Briefen ausgedrückt haben.

Ich bin ganz sicher, dass wir diese Verbindung weiter im Herzen tragen und sie leben!

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Euer, Ihr bewegter

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