Grundsätze

GRUNDSÄTZE UNSERES LEBENS

ScherbenLicht

Das ‚Zerbrochene‘  in den neuen Zusammenhang des ‚Großen und Ganzen‘ stellen lernen.

 

‚Die Feste des Kirchenjahres weisen uns ein in das Geheimnis der Menschwerdung. In ihnen wird der Prozess menschlicher Selbstwerdung dargestellt. Jesu Leben ist nicht nur ein historisches, sondern es ist auch Urbild, das uns zeigt, wie unser Weg zu ‚Gott‘ und zu unserem wahren Selbst gelingt‘.

Anselm Grün, Michael Reepen, Heilendes Kirchenjahr, Verlag Münsterschwarzach, 2001


‚Wenn ich auf die Welt schaue, spüre ich einen großen ‚Welt-Schmerz‘,
den ich kaum aushalten kann‘, sagt mir eine junge Frau.
Eine große Traurigkeit sei in ihr.
Diesem Gefühl gegenüber die Botschaft:
‚Eure Traurigkeit soll sich in Freude verwandeln‘
Johannes-Evangelium 16


Fast blasphemisch, als wäre das, was an Schmerz um uns ist, nicht so ernst zu nehmen. Dennoch: Eine gewisse Faszination geht von dieser Botschaft angesichts eines bedrängenden Kontextes schon aus!

Im Umfeld der zitierten Aussage lässt der Verfasser des Evangeliums Jesus auch so sprechen: ‚Eine Weile werdet ihr mich nicht sehen!‘; dann werdet ihr mich sehen.  Schon zur Entstehungszeit dieses Evangeliums haben sich die Menschen die Augen gerieben wie auch damals die unmittelbaren Weg-Gefährten Jesu: Was meint er damit? Heute formulieren Menschen manchmal weniger dezent vielleicht so: ‚Für wie dumm hält der uns eigentlich? Verarschen können wir uns selber!‘

Wir müssen wohl davor bewahrt werden, uns auf die schmerzende Widersprüchlichkeit unserer kleinen und großen Welt zu fixieren. Das schafft Traurigkeit, treibt in die Enge, macht depressiv und endet in der Resignation. Diese versperrt und macht eng.

 Rituale können und wollen solcher Ausweglosigkeit entgegenwirken. Sie erinnern an das ‚Andere‘, das zum Widerstehen ermutigt. Gegen Resignation Ermutigung. Gegen festgelegte Aussichtslosigkeit verändernde Handlungsfähigkeit. Das ‚Zerbrochene‘ in den Zusammenhang des ‚großen und Ganzen‘ stellen lernen!

Das Kirchenjahr bringt dazu einen Rahmen, gleichsam ein Areal mit Orientierungs-Punkten: Rituale gegen Resignation! 

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Die Kennzeichnungen mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten schaffen die ‚Schmerz-Orte‘ nicht fort – sie stellen sie aber in eine ‚andere‘ Perspektive, in ein anderes Licht, in eine neue Solidarität. Sie fordern zu befreiender ‚Umdeutung‘ und neuer Lebendigkeit heraus.


‚Der Glaube sagt einen Satz mehr, auch von ihm die Zunge dabei manchmal am Gaumen klebt: Er sagt, dass Wüste einmal blühen wird; dass die Augen der Blinden und die Ohren der Tauben aufgetan werden sollen. Seine Pflicht ist es, die Unsäglichkeiten zu singen. Er kann sich nicht mit Feststellungen begnügen …‘ Fulbert Steffensky, Schwarzbrot-Spiritualität, Radius-Verlag


Auf den folgenden Seiten versuche ich solche Impulse zur verändernden Sicht aus den Zeiten des Kirchen-Jahres ‚herauszufiltern‘.      

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 ADVENT
Dem inneren Reichtum Beine machen


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 WEIHNACHTEN
Paradies geöffnet 


Taize22

   NEUES JAHR
‚Leit-Wort‘ zum Jahresbeginn


 

Stacheldraht

FASTEN-ZEIT
Die neue Freiheit entdecken


 

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OSTERN
Ich sehe was, das du auch sehen kannst!


 

HimmelPfuetze 2

HIMMELFAHRT
Globale Spiritualität


 Feuer

PFINGSTEN
das Fest der BeGEISTerung


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 TRINITATIS-ZEIT
Erfahrungen aus ‚Geistes-Gegenwart‘


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ZEIT DER ERNTE
Danken mit Herz


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LETZTE TAGE IM KIRCHEN-JAHR
Sinnreiche Tage