Frucht auf gutem Boden

Vierter Impuls
Frucht trotz Unwegsamkeiten im Leben


 

Jesus erzählt:
Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.

Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie.  

Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.  

Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.  

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.  

Hört also, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.

Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen.  

Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt, aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall.  

In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum, und es bringt keine Frucht.  

Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.
Matthäus-Evangelium 13,3-8 und 18-23

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Ein Acker in Galiläa



Meine Interpretation der Bilder

  • Der Sämann: Die „sinngebende Kraft“ („Gott“) 
  • Die Körner: Die „Sinn-Botschaften“ („Wort Gottes“)
  • Der Weg und die Vögel: Ein durch Gewohnheiten „festgetrampeltes“ Leben. Das Sinngebende kann keine ‚Tiefe‘ entwickeln und verliert sich. 
  • Felsiger Boden: Außenorientierung – fehlender Kontakt zu sich und zu der eigenen Tiefe.
  • Das Dornige: „Alltags“-Sorgen und Ablenkungen, die die Selbsterkenntnis überwuchern. 
  • Die gute Erde: Die Bereitschaft, sich selbst und die eigene „Fruchtbarkeit“ zu erkennen, sich mit seiner Einzigartigkeit anzufreunden, um die eigene Mitte zu entdecken. 
  • Frucht: Der entdeckte „innere Schatz“ drängt nach außen und bestimmt das Verhalten.

           

AckerSymbolFrucht aus ‚Heiligem Land‘



Diesen Fragen gehe in der Stille nach …

  • Was entspricht zur Zeit meinem Leben: ‚Harter Weg‘, ‚felsiger Untergrund‘, ‚dorniges Gestrüpp‘ oder ‚fruchtbarer Boden‘? 
  • Wo war oder ist mein Leben wie ein ‚harter Weg‘, auf dem meine Erkenntnis vom ‚Sinn meines Lebens‘ sich verlor oder sich verliert? 
  • Wo war oder ist mein Leben ‚felsiger Untergrund‘, der dem Lebenssinn keinen Halt gab oder gibt? 
  • Wo war oder ist mein Leben wie ‚dorniges Gestrüpp‘, das die ‚Wurzeln der Selbsterkenntnis‘ erstickt? 
  • Wie wurde oder wird mein Leben zu einem ‚fruchtbaren Boden‘, der mir Raum gibt, meine Erkenntnis gedeihen zu lassen? 
  • Worin sehe ich die ‚Frucht‘ meines Lebens? 

 

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