EINSTIMMUNG ADVENT

ADVENT

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‚DA WOHNT EIN SEHNEN TIEF IN UNS …‘
So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern …

 

In der Zeit des Advents
besinnen wir uns auf die Kraft,
die uns und unser Leben trägt.
Wir nennen sie ‚Gott‘.

Ein Mann erfuhr, dass Gott zu ihm kommen wollte.
‚Zu mir?‘, schrie er. ‚In mein Haus?‘
Er rannte in alle Zimmer, er lief die Stiegen auf und ab,
er kletterte zum Dachboden hinauf, erstieg in den Keller hinunter.
Er sah sein Haus mit anderen Augen.

‚Unmöglich!‘, schrie er.
‚In diesem Dreckstall kann man keinen Besuch empfangen.
Alles voller Gerümpel. Kein Platz zum Ausruhen. Keine Luft zum Atmen.‘
Er riss Fenster und Türen auf.
‚Brüder! Schwestern! Freunde!‘, rief er.
‚Helft mir aufzuräumen – irgendeiner!
Aber schnell!!‘

Er begann, sein Haus zu kehren.
Durch dicke Staubwolken sah er, dass ihm einer zu Hilfe gekommen war.
Sie schleppten das Gerümpel vors Haus,
schlugen es klein und verbrannten es.
Sie schrubbten die Stiege und Böden.
Sie brauchten viele Kübel Wasser, um die Fenster zu putzen.
Und noch immer klebte der Dreck an allen Ecken und Enden.

‚Das schaffen wir nie!‘, schnaufte der Mann.
‚Das schaffen wir‘, sagte der Andere. Sie plagten sich den ganzen Tag.
Als es Abend geworden war, gingen sie in die Küche und deckten den Tisch.
‚So‘, sagte der Mann, ‚jetzt kann er kommen, mein Besuch! J
etzt kann Gott kommen. Wo er nur bleibt?‘

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‚Aber ich bin ja da‘, sagte der andere und setzte sich an den Tisch.
‚Komm, und iss mit mir!‘

Lene Mayer-Skumanz ,Aus „Schenk dir Zeit“,Thoma-Verlag 2000

Weiterer Impuls

 Dem inneren Reichtum ‚Beine machen‘ …